Beamer kaufen: Die besten Tipps zum Heimkino-Beamer Kauf

5. Februar 2015 Kategorie: Tipps

Wer sich einen Beamer zulegen will, der hat es mit einer fast unüberschaubaren Vielzahl an Modellen zu tun. Die kleinsten Einstiegsmodelle fangen preislich schon bei 100.- EUR an, teure Geräte kosten gut und gerne mal bis zu 2000.- oder 3000.- EUR. Was sind die Unterschiede und worauf sollte man beim Kauf eines Beamers generell achten?

Erstmal unterscheiden sich die Beamer anhand des verwendeten Projektionsverfahrens:

  • Röhrenprojektoren (variable Auflösungen, hohe Kontrastwerte, geringe Gesamthelligkeit)
  • LED-Projektoren (geringer Stromverbrauch, fixe Displayauflösung , schwache Lichtleistung)
  • LCD-Projektoren (preiswert, fixe Displayauflösung, schwache Kontrastwerte, Memory-Effekt)
  • DLP-Projektoren (fixe Displayauflösung, hohe Kontrastwerte, gut für 3D-Projektion)
  • Laser-Projektoren (vielleicht die Zukunft?, teuer, hohe Licht- und Farbstabilität)
  • LcoS-Projektoren (scharfes Bild, fixe Displayauflösung, geringer Helligkeitsverlust, LCD-Memory-Effekt)

Die beliebtesten Projektor-Modelle auf dem deutschen Markt für Heimanwender sind aktuell die DLP-, LCD- und LED-Beamer. Hier dominieren nur wenige Hersteller den Markt: Acer, BenQ, Epson, Panasonic und Philips.

Gängige Auflösungen sind 1.024 x 768, 1.280 x 800, 1.920 x 1.080 sowie 1.920 x 1.200 Pixel. Wer zuhause gerne fern sieht oder Filme auf DVD anschaut, für den ist ein 16:9-Projektor mit einer Auflösung von 1280×720 Bildpunkten (720p) oder 1920×1080 Pixel (1080p) eine gute Wahl. Beamer mit einer kleineren Auflösung von 800×600 Pixeln (SVGA) sind dafür weniger geeignet, aber für Präsentationen völlig ausreichend.

Bildqualität Leuchtkraft und Helligkeit – die inneren Werte zählen!

Je höher der Kontrast, desto besser ist meistens die Bildqualität. Ein Digitalprojektor sollte für eine gute Bildqualität am besten ein Kontrastverhältnis von 1000:1 oder höher haben.

Heimkino Beamer kaufen

Maßgeblich für die Bildqualität sind außerdem die Größe des Raumes und der Abstand vom Beamer bis zur Leinwand. Ist der Abstand groß, braucht man einen Projektor mit hoher Bildauflösung und Leuchtkraft – mindestens 1000 ANSI-Lumen sind hier ein guter Wert. Eine hohe Leuchtkraft macht sich vor allem in Räumen positiv bemerkbar, die nicht völlig abgedunkelt sind.

Einen Nachteil hat eine höhere Leuchtkraft aber auch: Der Beamer wird schneller warm. Bei manchen Geräten führt das zu einem unangenehm starken Lüftergeräusch. Auch erhöht sich der Stromverbrauch, weil das Gerät ständig wieder runtergekühlt werden muss. Daher am besten beim Kauf schon auf niedrige Stromverbrauchswerte und einen niedrigen Geräuschpegel achten (<35-40 Dezibel).

Beamer für den mobilen Einsatz

Entscheidend für die Kaufentscheidung ist natürlich in erster Linie auch der Einsatzzweck für den Beamer, aktuelle Beamer Tests und Vergleichsberichte können hierbei helfen. Mini Beamer eignen sich beispielsweise gut für die mobile Nutzung, sind schnell aufgebaut und lassen sich leicht transportieren. Einige Modelle können dabei sogar per Akku betrieben werden.

Was die Leistungsfähigkeit und Qualität der Darstellung betrifft, können die meisten „Minis“ mit den hochpreisigen Projektoren aber leider nicht mithalten. Die kleinen Projektoren sind schon ab 100.- EUR erhältlich, für ein brauchbares Gerät sollte man jedoch besser ein Modell zwischen 200.- bis 400.- EUR wählen.

Empfehlenswerte Mini-Beamer:

  • DB POWER LED-2 LCD-Projektor (ca. 110.- EUR, 800 x 600 Pixel mit 1500 Lumen, Kontrast 600:1, HDMI, VGA, USB, TV, Gewicht ca. 2,2 Kg)
  • Philips Pico Pix PPX 3410 LED-Projektor (ca. 300.- EUR, 800 x 600 Pixel, 100 ANSI Lumen, Kontrast 1000:1, VGA, HDMI, USB, Gewicht ca. 921 Gramm)
  • Telefunken DLP400 Mini LED-DLP-Projektor (ca. 450.- EUR, 1280 x 800 Pixel, 400 ANSI Lumen, Kontrast: 1000:1, HDMI, VGA, USB 2.0, Gewicht ca. 1,3 Kg)

HD-Ready Klasse und Full-HD Homecinema Standard

Hier fängt der Heimkinospaß erst richtig an! Ein HDMI Anschluss ist bei diesem Modellen Standard. Die Full-HD Geräte verfügen über eine Auflösung von 1920×1080 Bildpunkten und liefern ein gestochen scharfes Bild. Preislich starten diese Geräte ab 500 Euro.

HDMI- und DVI-Anschlüsse ermöglichen eine digitale Übertragung der Daten. Einfache Beamer besitzen oft nur einen Composite- (FBAS-) oder S-Video-Anschluss; hier erfolgt die Datenübertragung analog. Beim Kauf sollte man also auf passende Anschlüsse zur Heimanlage achten.

Für Vielnutzer sind LCD- oder DLP-Projektoren eine gute Wahl. Der Beamer sollte dann mindestens eine Auflösung von 1024×768 Bildpunkten im 4:3-Format oder 1280×720 Bildpunkten im 16:9-Format (noch besser 1920×1080 Bildpunkte) schaffen. Nützliche Funktionen wie Linsenverstellung („Lensshift“), Bildumkehr und Zoomobjektiv findet man oft nur bei hochpreisigen Geräten.

Die Lensshift-Option gleicht einen Versatz des Beamers zur optischen Achse aus und lässt sich oft sowohl vertikal als auch horizontal einstellen. Beamer mit einer vertikalen als auch einer horizontalen Bildumkehr sind für die Montage an der Decke geeignet. Die Bildumkehr sorgt dafür, dass das Bild nicht permanent auf dem Kopf steht. Mit dem Zoomobjektiv kann man das Bild besser an die Leinwandgröße anpassen. Ohne Zoom lässt sich Bildgröße nur über den Abstand des Projektors zur Leinwand ändern.

Empfehlenswerte HD-Beamer:

  • Acer H5380BD 3D DLP-Projektor (ca. 400.- EUR, 1.280 x 720 Pixel (720p), Kontrast 13.000:1, 3.000 ANSI Lumen)
  • BenQ TH681 Full HD 3D DLP-Projektor (ca. 600.- EUR, 1920×1080 Pixel (1080p), Kontrast 13.000:1, 3000 ANSI Lumen)
  • Epson EH-TW6100 LCD-Projektor (ca. 1200.- EUR, Full HD, 3D, 1920×1080 Pixel (1080p), Kontrast 40.000:1, 2300 ANSI Lumen)
  • Panasonic PT AT6000E LCD 3D Projektor (ca. 1600.- EUR, Full HD, 1920 x 1080 Pixel (1080p), Kontrast 500.000:1 Kontrast, 2400 ANSI Lumen)


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