Gaming-Plattformen: Spieler wollen Dedicated Server statt Hybrid-Lösungen

3. März 2015 Kategorie: News

Im vergangen Herbst verärgerte der Spielehersteller Blizzard bei der Spielereihe „Call of Duty“ die Gamer. Grund war eine irreführende Ankündigung hinsichtlich der Verwendung von Dedicated Servern. Firmen setzen hingegen immer öfter auf hybride Lösungen, nicht nur der Kosten wegen.

Entgegen vollmundiger Versprechungen hat Publisher Activision Blizzard bei dem im letzten Herbst erschienenen Spiel „Call of Duty: Advanced Warfare“ nicht ausschließlich echte Dedicated Server eingesetzt. Die Spieler-Community hatte diese Ankündigung ursprünglich gefreut, denn im Mehrspielermodus wäre damit Sicherheit und Performance besonders ausgeprägt gewesen.

Dedicated Server bieten hohe Performance

Wer als Privatuser seinen eigenen Dedicated Server betreibt und entsprechende Leistungen in Anspruch nimmt, der weiß diese Lösungen zu schätzen. Schließlich hat man dabei die größtmögliche Kontrolle über die Leistungsparameter des Servers. Im Bereich Gaming ergeben sich daraus handfeste Vorteile.

Zum einen herrscht Chancengleichheit, da die Daten der Spieler auf einem Server koordiniert werden. Zudem sind die Spieler frei, im Serverbrowser einen Server zu wählen, ebenso Spielmodi und Karten. Darüber hinaus haben sie immer im Blick, wie die Verbindungsqualität zum Server ist. Da auf solch einem Server wichtige Berechnungen ablaufen, ist es leichter, Störungen oder Hacker zu entfernen, und somit Manipulationen zu verhindern.

Gaming Dedicated Server

Kostendruck geht zu Lasten der Qualität – Nicht nur bei Games

Der Spielehersteller hat sich jedoch für eine hybride Lösung entschieden. Neben Dedicated Servern setzte er auf Peer2Peer-Verbindungen. Beim Thema Chancengleichheit profitiert in diesem Fall der Host, also ein Spieler-PC, in Sachen Geschwindigkeit. Auf dessen Rechner laufen alle Informationen zusammen, was den Hersteller dazu veranlasst, Unterschiede in Sachen Speed künstlich auszugleichen. Genau das führt oft zu kleineren Fehlern im Spiel, wie Treffer, die nicht erkannt werden. Bei schnellen Spielen zählt aber jede Millisekunde. Hinzu kommt, dass dadurch Manipulationen Tür und Tor geöffnet sind.

So laufen einige Spiele auf eigenen Servern, andere auf dem PC eines Mitspielers. Der Grund für diese Lösung aus Anbietersicht liegt auf der Hand: weniger Kosten bei mehr Flexibilität. Hinzu kommt die steigende Komplexität der Spielentwicklung, sodass immer häufiger Spiele mit Fehlern auf den Markt kommen. Viele Experten raten daher beim Kauf zur Geduld, da Auslastung und Fehler durch Patches mit der Zeit zurückgehen.

Grundsätzlich verhindert eine derartige Hardware-Politik am Ende eine störungsfreie Mehrspieler-Session. Die Selbstbestimmtheit und die Sicherheit sind auf Dedicated Servern am besten gewahrt. Die heutigen Anforderungen an eine leistungsstarke Hardware zeigt dieser Fall in der Hinsicht, als dass es Kunden und eigenen Ressourcen schaden kann, wenn an dieser Stelle gespart wird.

Hybride Lösungen in der Wirtschaft beliebt

Viele Firmen außerhalb des virtuellen Spielens haben diese Gefahr bereits erkannt. In einem Drittel aller Unternehmen steigen aktuell die Budgets für die IT, 41 % geht dabei für neue Hardware drauf, für Server speziell 19 %. Der Fokus liegt auch hier auf Produktivität und einer effizienten Nutzung der immer wichtigeren IT-Ressourcen in Hinblick auf die Schnelligkeit der Datenverarbeitung und -verbreitung. Viele Unternehmen setzen daher ebenfalls auf hybride Lösungen, die sich allerdings primär aus Cloud-Technologien zusammensetzen. Hauptmotiv ist eine erhöhte Anpassungsfähigkeit an die oftmals veralteten IT-Systeme.


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