Intel Celeron übertakten - Einstellungen ÜbertaktungEigentlich ist der Intel Celeron der optimale Prozessor zum Übertakten, da sich die meisten Modelle dieser Produktreihe weit außerhalb der Spezifikation betreiben lassen und die CPU zu einem relativ günstigen Preis erhältlich ist. Der Intel Celeron 300A (4.5*66 MHz) war und ist die absolute Overclocker CPU (overclocking=übertakten) mit einer satten Leistungssteigerung auf bis zu 450 MHz (4.5*100 MHz). Ähnlich gut kann man beim Celeron 566 (8.5*66) an der Tuning-Schraube drehen, auf bis zu 850 MHz (8.5*100 MHz). Wie so oft bei übertakteten CPUs braucht auch der Celeron manchmal eine etwas höhere Core-Spannung (in der Regel 0,1 oder 0,2 Volt mehr, höhere Spannungen steigeren das Risiko einer CPU-Schädigung), um beim übertakten einen stabilen Systembetrieb zu gewährleisten. (Aber bitte erst ohne Hochstellen der Spannung probieren !) Eine pauschale übertaktungsgarantie gibt es aber auch beim Intel Celeron nicht. Jede CPU verfügt über Fertigungstoleranzen. Da alle Celeron über einen fest eingestellten Multiplikator verfügen und sich dieser auch nicht umgehen läßt, bleibt nur die Übertaktung über den FSB (66 MHz Standart). Da alle aktuellen Platinen für 100 MHz Systemtakt und eventuell auch mehr ausgelegt sind, stellt der Betrieb mit 75, 83, 95 oder gar 100 MHz in der Regel kein Problem dar und bringt bei einer maximalen Erhöhung des Systemtaktes von 66 auf beispielsweise 100 MHz eine deutliche Leistungssteigerung. Die folgende Tabelle veranschaulicht die theoretisch möglichen Taktraten der jeweiligen CPU. Werte mit 95 bzw. 100 MHz sind absolute Spitzenwerte und werden wohl nur mit sehr wenigen Celeron erreicht (Ausnahmen sind hier sicherlich der 300A und der 566er). Für alle gilt - übertaktung immer nur in kleinen Schritten. Bei 75 MHz anfangen und sich dann Schritt für Schritt weitertasten. Ein guter Kühler sollte Grundvoraussetzung sein, je besser die Kühlung funktioniert, desto höher die erreichbare MHz-Zahl. Die möglichen FSB-Takte sollten im Handbuch eueres Mainboards ausführlich beschrieben sein. Wenn nicht, bietet fast jeder Mainboard-Hersteller inzwischen Handbücher zum runterladen auf seiner Homepage an. Die Taktung wird verändert, indem man entweder Jumper oder Dip-Schalter auf dem Board vorfindet, die es umzuschalten gilt bzw. bei neueren Boards läßt sich die Taktrate meistens auch im Bios einstellen.
Manche ältere Mainboard wie das Asus P2B oder Asus P2B-F beispielsweise erlauben keine direkte Spannungseinstellung. Der Slot1 Intel Celeron signalisiert dem Board in diesem Fall die nötige Spannung von 2,0 Volt. Wer die CPU aber bei z.B. 100 MHz betreiben möchte, hat oft das Problem, das der PC nicht bootet, da der Celeron hier eine höhere Betriebspannung von z.B. 2.2 Volt benötigt. Hier hilft unter Umständen das Abkleben des für die Taktfrequenz zuständigen Pins auf der Kontaktleiste des Slot1-Celeron. Dieser nennt sich Pin B21 und man findet ihn auf der Rückseite des Prozessors, indem man von rechts bis zum 21.Pin abzählt (die höhergelegenen Pins mitzählen !!!)
Diesen Pin mit Klebeband abkleben (aber wirklich nur den B21 und nicht die nebenliegenden auch noch mit) oder noch besser vorsichtig mit Nagellack anstreichen und den Prozessor ebenso vorsichtig wieder in den Slot stecken. Wichtig ist dabei, das man absolut sauber arbeitet. Falls diese Art der Übertaktung nicht funktioniert, kann man das Klebeband o.ä. wieder ohne größere Probleme entfernen. Auf scharfe Lösungsmittel aber unbedingt verzichten ! Achtung: zum Schluß noch ein wichtiger Hinweis ... |
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