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3dfx Voodoo5 5500 Grafikkarte

Eine der brandneuen Grafikkarten von 3dfx ist die Voodoo 5 5500. Für diesen Test wurde eine A2-Version des Boards benutzt, eine Alpha-Version, die laut 3dfx weitestgehend dem fertigen Produkt entspricht, es werden höchstens noch die letzten, eventuell auftretende Bugs beseitigt. Die 3dfx Voodoo 5 5500 Grafikkarte ist mit zwei Grafik-Prozessoren des Typs VSA-100 ausgestattet (eine große Variante mit 4 Prozessoren folgt noch, diese wird dann den Namen 6600 tragen), welche mit einer Taktfrequenz von 166 MHz arbeiten. Beide Prozessoren besitzen eine aktive Kühlung. Die Karte verfügt über 64 MB Speicher, wie der Prozessor mit 166 MHz getaktet. Diese 64MB teilen sich auf die zwei Prozessoren auf. Jedem Grafikchip stehen damit 32 MB zur Verfügung.

3dfx Voodoo5 5500 Grafikkarte TestDer mit 350 MHz getaktete RAMDAC, der Auslösungen bis 2048x1536 bei 85Hz erlaubt, ist mittlerweile Standard. Die Voodoo 5 5500 Grafikkarte unterstützt hardwareseitig Texturenkompression, was bisher den von S3 entwickelten Karten vorbehalten war, das hauseigene FXT1 und zum anderen das DXTC. Damit wird sich in Sachen Bildqualität in Zukunft etwas tun und 3dfx ist hier mit der Voodoo 5500 bestens gerüstet.

Die 3dfx Voodoo 5 5500 Grafikkarte unterstützt nun auch hardwareseitig das FSAA - Full Scene Anti-Aliasing. Natürlich kann Karte nun auch 32 Bit Rendern und darstellen, die Vorgängerversion war auf 16 Bit beschränkt, was sich bei einigen Spielen in einem schlechterem Bild niederschlug. Ebenso beherrscht die Karte nun den Umgang mit Texturen bis zu einer Größe von 2048 x 2048. Der Spielfreude ist in dieser Hinsicht auf jeden Fall keine Grenze gesetzt.

Eine Besonderheit ist noch der zusätzliche Stromanschluss in Form eines 5-poligen Netzteilanschlusses, wie wir ihn von Festplatten her kennen. Ein Y-Stromkabel liegt der Karte bei, so dass sie auch angeschlossen werden kann, wenn alle Anschlüsse des Netzteils bereits verbraucht sind. Die Idee, einen zusätzlichen Stromanschluss auf die Karte zu setzen, sieht auf den ersten Blick zwar merkwürdig aus, macht aber durchaus Sinn. Bevor man in die Bedrouille kommt, dass ein Mainboard den Stromhunger der Karte nicht stillen kann, nimmt man den nötigen Strom eben direkt vom Netzteil. Die Karte lässt sich dementsprechend auch nur mit diesem Stromanschluss betreiben.

Im 2D-Bereich (Desktop) ist die Bildqualität überzeugend, wenn sie auch nicht an die bisherigen Spitzenreiter (ASUS V3800 Ultra Deluxe und Matrox G400) herankommt. Da eine Voodoo-Karte primär für Spieler interessant sein dürfte, ist das aber sowieso nicht ganz so wichtig. Und hinter den beiden genannten Karten zu stehen ist mit Sicherheit auch nichts, wofür sich 3dfx schämen müsste. Für den 3D-Bereich kann man sagen, das sich die Bildqualität der Voodoo5 dank Full Scene Anti-Aliasing (FSAA) doch erheblich verbessert hat, 3dfx hat hier den richtigen Weg weg von immer höheren Framerates zu besserer Bildqualität eingeschlagen. Die Methode steckt allerdings noch in den Kinderschuhe und wird sich bei den nächsten Grafikkarten noch deutlich verbessern. Mit dem verwendeten FSAA setzt sich die Voodoo 5500 jedenfalls an die Spitze der 3D Karten, wenn es um die 3D-Bildqualität angeht.

Wenn Sie also planen, sich eine 3dfx Voodoo 5 5500 Grafikkarte zuzulegen, werfen Sie zuvor auch einen Blick auf ihr Netzteil. Mit einem 250Watt-Schaltnetzteil kam es prompt zu Problemen, der 3DMark 2000 stürzte regelmäßig gnadenlos ab. Nach dem Austausch gegen ein 300 Watt Netzteil gehörten die Abstürze der Vergangenheit an. Bei den Benchmarks fiel auf, das die Karte erst in den höheren Auflösungen so richtig in Fahrt kommt. Dort liegt sie dann in etwas gleich auf mit den Geforce-Karten. Alles in allem also eine recht gute Leistung, besonders wenn man bedenkt, dass die Karte mit den neuen Treiber noch ordentlich zulegen soll.

Fazit
Die 3dfx Voodoo 5 5500 Grafikkarte braucht sich nicht hinter einer GeForce 2 verstecken und bietet mit dem FSAA noch ein Feature, dass man bei der GeForce 2 nicht findet. Hier muss man lediglich anmerken, dass FSAA nicht jedermanns Sache sein wird, das es sehr viel Leistung vom System abverlangt. Schade auch, das die Voodoo 5500 kein Hardware T&L unterstützt, da zukünftige Spiele sicherlich massiv von diesem Feature - das die GeForce Karten bieten - Gebrauch machen werden.

Alles in einem eine gelungene Vorstellung der Voodoo 5 5500, im Hinblick auf die endgültige Verkaufsversion der Karte mit sicherlich noch optimierten Treibern. Wer allerdings noch etwas warten kann, sollte sich auf die 3dfx Voodoo 5 6000 Grafikkarte freuen, die mit 4 Prozessoren und evtl. externem Netzteil kommen wird. Diese Karte wird eine GeForce 2 dann wohl locker hinter sich lassen und auch mit FSAA noch eine sehr gute Performance bieten, alles wohl aber zu einem sehr hohen Preis.






Technische Daten - 3dfx Voodoo5 5500 Grafikkarte

  • Hersteller: www.3dfx.com
  • Bezeichnung: Voodoo5 5500
  • Speicher: 64 MB
  • RAMDAC: 350 MHz
  • + FSAA
  • + tolle 3D Bildqualität
  • + gute Performance
  • + gute Lüfter
  • - hoher Preis
  • - kein T&L

Quelle:
Mit freundlicher Genehmigung
TweakPC
11.Dez.2000