Einen Rechner neu oder gebraucht kaufen?

19. Oktober 2017 Kategorie: Sonstige Tests und Artikel

Spätestens alle paar Jahre ist es wieder so weit: Der Kauf eines neuen Rechners steht an. Doch muss es jedes Mal ein hochpreisiges, neues Gerät sein? Oder würde nicht unter Umständen ein gebrauchter Rechner reichen? Von welchen Kriterien man eine solche Kaufentscheidung abhängig machen sollte, wann der Kauf eines neuen Rechners sein muss und wann gebrauchte Computer den Job genauso gut machen können, erklärt dieser Ratgeber-Artikel.

Die erste Frage: Wozu brauche ich den Rechner?

Die erste Frage, die sich User vor einer Kaufentscheidung zwangsweise stellen müssen, ist die, zu welchem Zweck sie den Rechner brauchen. Denn wer diesen praktisch nur zum Surfen und Schreiben benutzt, brauch weniger leistungsfähige Hardware als Hardcore-Gamer, die praktisch immer die neuesten Spiele in den höchsten Einstellungen spielen wollen.

Natürlich muss man zudem ein Budget festlegen. Je nach dessen Höhe wird die Auswahl dann schon wesentlich geringer, denn die Frage ist ja, ob dann überhaupt eine neue Maschine noch in Frage kommt. Aber auch Folgekosten müssen berücksichtigt werden, denn unter Umständen kann es sein, dass man einen gebrauchten Rechner noch einmal nachrüsten muss, je nachdem, wie gut die Teile tatsächlich noch brauchbar sind.

Die Vor- und Nachteile eines Gebrauchtrechners

Selbstverständlich haben sowohl Neu- als auch Gebrauchtrechner so ihre jeweiligen Vor- und Nachteile. Ein Vorteil von solchen gebrauchten Rechnern liegt natürlich in ihrem geringen Preis. Allerdings sollte man sehr genau aufpassen, von welchen Anbietern man solche Rechner abnimmt – unter Umständen bekommt man schadhafte Hardware, die nicht mehr lange funktionstüchtig bleibt oder die sogar schlechter konfiguriert ist als angegeben – genau wie bei gebrauchten Automobilen sind hier leider viele unseriöse Anbieter unterwegs. Hat man jedoch das Glück, im Internet einen PC gebraucht von Anbietern erwerben zu können, deren Angebote zudem noch zuverlässig sind, kann man zugreifen.

Eine weitere Frage ist dann natürlich, woher man die Gebrauchtrechner bezieht, denn je nachdem handelt es sich um Businessrechner. Das muss allerdings nicht schlimm sein. Denn aufgrund grafikintensiver Anwendungen greifen auch immer mehr Firmen zu Computern mit starken Grafikkarten, die heutzutage oft bestimmen, ob moderne Spiele in höheren Einstellungen dargestellt werden können.

Viele Kunden greifen auch bevorzugt zu gebrauchten Laptops. Dabei kann man für geringe Preise durchaus bessere Rechner bekommen als bei einem Neukauf – denn gerade neue und günstige Laptops haben oft nicht die Rechenpower, die man beispielsweise für aufwändige Bildbearbeitung braucht.

Natürlich sollte man sich überlegen, welches Alter der Rechner haben darf. Denn je nachdem sind die Abnutzung von Tastatur, Touchpad und die Verschmutzung von den Lüftern echte Hindernisse für den sinnvollen Kauf eines solchen Geräts. Dabei ist natürlich zwischen den verschiedenen Ansprüchen zu unterscheiden, wenn es um die Altersgrenze geht. Gerade für das eigene Büro gedachte Rechner können durchaus bis zu fünf Jahre alt sein und dennoch tauglich – angesichts der rasenden Entwicklung, was Gaming-Computer angeht, ist dies für Zocker nicht zu empfehlen. Denn die Programmierer der neuesten Spiele programmieren die Spiele selten wirklich optimiert – schließlich haben sie in ihren Büros die neuesten und leistungsstärksten Maschinen stehen.

Natürlich haben gebrauchte Rechner allerdings nicht mehr die gleiche Halbwertszeit wie die brandneuen Modelle. Gerade für Gamer stellt sich die Frage, wie lange sie an gebrauchten Rechnern Spaß haben können. Nichtsdestotrotz sollten gerade Sparfüchse und Menschen mit geringeren Budgets überlegen, ob ein Gebrauchtrechner nicht genau ihren Wünschen entspricht – vor allem, wenn er von einer seriösen und verlässlichen Quelle statt von windigen Anbietern kommt.

Was für und was gegen einen neuen Rechner spricht

Grundsätzlich ist ganz klar: Bei einem geringen Budget nützt es wenig, einen neuen Rechner zu kaufen. Denn obwohl neue Desktop-PCs heute verhältnismäßig günstig zu bekommen sind, kosten leistungsstarke Rechner natürlich immer noch Einiges. Wer also Interesse daran hat, sich auch langfristig über sein neues Gerät zu freuen, sollte lieber eine größere Investition einplanen – denn sonst haben auch neue Computer keine besonders lange Halbwertszeit.

Hat man allerdings das nötige Kleingeld, sind den eigenen Wünschen kaum Grenzen gesetzt. Während man auch mit dreistelligen Summen schon gute Modelle erstehen kann, bewegt man sich vierstellig sicherlich im Premium-Bereich. Dabei benötigen rein business-orientierte Menschen, die keine aufwändigen Grafikanwendungen nutzen wollen und müssen, sicherlich keine Modelle aus diesem Segment.

Fans von Computerspielen hingegen können sich in diesem Bereich richtig austoben und dann mit der entsprechenden Konfiguration auch langfristig selbst anspruchsvolle Spiele mit sehr hohen Einstellungen spielen.

Wie immer kosten Notebooks natürlich bei gleicher Leistung mehr als Desktop-Rechner, die sich in den letzten Jahren stark verbilligt haben. Allerdings muss man sich als Kunde von vorne herein überlegen, ob man einen transportablen Rechner braucht oder ob man ihn unterwegs eher nicht benötigt. Angesichts der heutzutage ständig benötigten Flexibilität ist es aber sicherlich für viele Leute enorm wichtig, mit einem Notebook Mobilität gewährleisten zu können.

Fazit

Letztendlich hängt also die Frage, ob man sich eher für einen neuen oder gebrauchten Rechner entscheidet, von mehreren verschiedenen Faktoren ab. Einerseits spielt dabei der eigene Anspruch an das Gerät eine Rolle, genauso aber das zur Verfügung stehende Geld und die Verwendungszwecke der Maschinen.


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