Prepaid oder Vertrag? Für wen sich welche Lösung eignet

27. August 2015 Kategorie: Tipps

Der Kauf eines neuen Smartphones ist ohnehin eine sehr umfangreiche Aufgabe. Bevor es jedoch an die diversen Auswahlkriterien wie Kamera, Akkulaufzeit und Soundsystem geht, sollte die Frage nach dem passenden Tarif beantwortet werden. Das ist nicht immer leicht, denn sowohl ein Festvertrag als auch eine Prepaid-Lösung können durchaus Vor- und Nachteile haben. Es lohnt sich daher, einen Blick auf die Details beider Möglichkeiten zu werfen und erst dann zu entscheiden.

Der Festvertrag für Vielnutzer

Die Mobilfunkanbieter von heute werben mit großem Aufwand um ihre Kundschaft. Günstige Tarife und Flatrate-Lösungen zu erstaunlich niedrigen Preisen sollen vor allem Kunden locken, die viel mit dem Smartphone telefonieren und surfen. Dass das in Zeiten sozialer Netzwerke und mobiler Messenger wie WhatsApp durchaus sinnvoll sein kann, zeigt die Attraktivität der Festverträge. Laut einer Umfrage von Statista nutzten schon im Jahr 2013 36,22 Prozent der Befragten einen Festvertrag. 2014 waren es schon 38,65 Prozent. Im Vergleich nutzten 2013 21,59 Prozent der Befragten eine Prepaid-Karte und 2014 20,24 Prozent.


Festverträge haben gegenüber Prepaid-Lösungen also durchaus die Nase vorn. Zudem gibt es für Neukunden und Tarifwechsler einige Möglichkeiten, günstig an ein neues Smartphone zu gelangen. Im Rahmen subventionierter Tarif-Handy-Pakete ist es möglich, zum abgeschlossenen Tarif ein modernes Smartphone zu erhalten, für das dann in der Regel keine weiteren Zuzahlungen notwendig sind.

Wer sich für diese Lösung interessiert, findet Handys bei Preis24.de inklusive einer Übersicht über mögliche Zuzahlungen. Wer sich für ein subventioniertes Handy entscheidet, hat dank der Bemühtheit der Anbieter einige gute Chancen auf hochwertige Geräte und kann sich frei entscheiden. Hier hilft es, die wichtigsten Kriterien beim Smartphone-Kauf zu kennen.

Smartphone Vielnutzer

Vielnutzer und Business-Telefonierer sind mit einem Festvertrag gut beraten.

Die Nutzung eines Festvertrages ist dabei vor allem für Menschen zu empfehlen, die ihr Smartphone sowohl privat als auch beruflich viel nutzen. Im Rahmen flatratebasierter Tarife ist die Kostenkontrolle bei einem Vertrag relativ leicht, denn hier sind sowohl mobile Datenvolumina als auch SMS oder Telefonie in einen monatlichen Festbetrag zusammengefasst.

Wer sich für einen solchen Tarif entscheidet, sollte dennoch wissen, dass zusätzliche Kosten auf ihn zukommen können. Sogenannte Drittanbieter-Abos, die sich in Apps verstecken, können zu einer regelrechten Kostenfalle werden. Auch das Telefonieren im Ausland ist mit einem Vertrag trotz Flatrate nicht immer kostenfrei möglich. Welche Optionen der Mobilfunkanbieter im Bereich der Auslandstelefonie bietet, sollten Kunden daher schon im Vorhinein erfragen.

Einstiegsmöglichkeit Prepaid

Prepaid-Tarife haben trotz aller Vielfalt, die die Vertragswelt heute zu bieten hat, noch lange nicht ausgedient. Vor allem in Situationen, in denen eine sehr strenge Kostenkontrolle und Deckelung der Ausgaben erfolgen soll, können Prepaid-Karten eine sinnvolle Anschaffung sein. Dies betrifft vor allem Jugendliche und auch ältere Menschen zu. Während Eltern sich oftmals eine solide Kostenkontrolle in Bezug auf das Nutzungsverhalten ihrer Kinder wünschen und daher zu einem Prepaid-Tarif greifen, nutzen ältere Menschen ihr Handy oft so selten, dass sich ein Festvertrag für sie nicht lohnen würde. Auch ist ein Prepaid-Tarif die bessere Wahl, wenn statt eines Smartphones ein sehr einfaches Gerät genutzt wird, mit dem lediglich telefoniert werden soll.

Was die Bezugsquellen für Prepaid-Karten betrifft, so haben Kunden heute eine recht große Auswahl. Viele Discounter bieten Simkarten und Guthabenkarten an, die dann einfach beim wöchentlichen Einkauf besorgt werden können. Wer sich in Bezug auf Prepaid-Tarife ebenfalls ein subventioniertes Handy wünscht, muss in der Regel Kompromisse eingehen. So gibt es durchaus „Bundles“ aus Handy und Simkarte, bei diesen werden jedoch oftmals eher einfache Basismodelle angeboten, die modernen Ansprüchen nicht unbedingt gerecht werden. Als erstes Handy für das Kind oder Notfallgerät für die Großmutter sind diese Mobiltelefone in der Regel jedoch vollkommen ausreichend.

Smartphone erstes Handy

Das erste eigene Handy wird oft mit einer Prepaid-Karte betrieben.

Wer ein Handy im Paket mit einer Prepaid-Karte kauft, muss sich ebenfalls bewusst darüber sein, dass das Gerät per SIM-Lock an den Anbieter gebunden ist. In der Regel bleibt diese feste Verbindung für zwei Jahre bestehen, bevor das Handy mit einer anderen Karte genutzt werden kann. Wer dies umgehen und den Prozess beschleunigen muss, kann beim Mobilfunkanbieter eine Einmalzahlung tätigen, durch die die Sperre aufgehoben wird.

Bei Prepaid-Karten wähnen sich Nutzer oftmals in einer falschen Sicherheit, was die volle Kostenkontrolle betrifft. So gibt es auch hier durchaus Kostenfallen, die den gesetzten Rahmen sprengen können und per separater Rechnung verlangt werden. Dies gilt beispielsweise für Auslandstelefonate.

Fazit: Vor der Entscheidung gründlich abwägen

Ob sich eine Prepaid-Karte oder ein Festvertrag anbietet, kann nur von der individuellen Situation bestimmt werden. Besonders für Einsteiger kann sich die Entscheidung für eine Prepaid-Karte durchaus lohnen, denn sie bietet einen vergleichsweise sicheren Anfang. Auch „Wenignutzer“ sind mit Prepaid-Lösungen oft besser beraten. Für alle anderen Smartphone-Nutzer erweisen sich gute und günstige Flatrate-Tarife als die beste Lösung. Hier muss sowohl beim Surfen als auch beim Telefonieren nicht aufgepasst werden, dass die monatliche Rechnung den erdachten Rahmen sprengt.


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