SSD–Festplatten: Technik kurz erklärt

24. November 2014 Kategorie: Tipps

SSD-Festplatten bieten eine höhere Übertragungsgeschwindigkeit als herkömmliche Festplatten. Gerade beim Kopieren großer Dateien sparen sie im Alltag enorm viel Zeit. Inzwischen sind die schnellen Laufwerke auch für den Heimanwender erschwinglich geworden.

SSD-Festplatten (Solid-State-Drives) sind Speichermedien, die eine herkömmliche Festplatte in Zukunft ablösen sollen. Sie sind nicht nur leiser und schneller, sondern aufgrund ihrer Technik haben sie auch eine längere Lebensdauer, denn in ihnen sind keine beweglichen Teile mehr verbaut.

Die Vorteile einer SSD–Festplatte

Die Vorteile dieser neuen Festplatten-Generation liegen klar auf der Hand: SSD-Festplatten sind deutlich schneller als normale Festplatten. Die Reaktionszeiten des PCs oder des Notebooks werden verkürzt und die Anwendungen können schneller gestartet werden. Selbst älteren und langsamen Systemen können sie neuen Schwung verleihen.

Um die Geschwindigkeit auch auszunutzen sind aber mindestens SATA-3, noch besser schnelle SATA-6-GBit-Anschlüsse (SATA III / SATA 6G) auf dem Mainboard nötig. Eingebaut wird die SSD im Prinzip dann wie jede herkömmliche Festplatte und per Kabel an den SATA-Anschluss angesteckt.

SSDs können sowohl in Desktop-PCs als auch in Notebooks verbaut werden. Außerdem sind sie unempfindlich gegen Stöße, da ihnen die rotierende Magnetscheibe und der Schreib- und Lesekopf fehlen.

Ein weiterer Vorteil ist eine deutlich Beschleunigung des PC-Starts. Die Leistungssteigerung durch die SSD-Festplatten ist mitunter enorm. Ein Tempogewinn zwischen 40 und 70 Prozent ist bei einer entsprechenden Hardware durchaus möglich. So dauerte im Test der Start von Windows 7 nur noch 18 Sekunden anstatt 27 Sekunden. Der Test wurde von der Fachzeitschrift „Chip“ durchgeführt. Im Einzelfall war es sogar möglich, die Bootzeiten eines Notebooks um 70 Prozent zu verkürzen.

SSD-Festplatte Solid-State-Drive

SSD-Festplatten contra HDD

SSD-Festplatten sind deutlich teurer als herkömmliche Festplatten. Je höher die Speicherkapazität ist, umso teurer sind sie. Eine SSD-Festplatte mit 1 TB kostet aktuell rund 350 Euro. Eine herkömmliche HDD mit dieser Speicherkapazität ist deutlich günstiger zu haben. Weitere Informationen findet man dazu auch unter www.ssd-festplatten.com.

Wer sich für den Kauf von SSD-Festplatten entscheidet, sollte seine altes Laufwerk trotzdem nicht ausmustern. Sinnvoll ist es, das Betriebssystem auf der SSD-Festplatte neu aufzuspielen und Filme und Fotos sowie andere Dateien auf der herkömmlichen HDD zu speichern.

Die Nachteile von SSD-Festplatten

Aufgrund des hohen Preises haben sich die SSD-Festplatten noch nicht so durchsetzen können, wie man sich das eigentlich erhofft hatte. Außerdem lohnt sich die Anschaffung nicht, wenn noch ein altes System mit Windows XP genutzt wird.

Ältere Computer ohne SATA-Anschluss bremsen diese Festplatten eher aus, als dass sie ein Gewinn wären. Die Anschaffung lohnt sich wirklich nur für neuere Rechner. Das betrifft auch den USB-Anschuss. Es macht keinen Sinn, SSD-Festplatten an einem USB 2.0 Anschluss zu betreiben.


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