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Sicher mit dem Notebook verreisen: Die besten Tipps und Tricks

von Hardwarejournal

Viele Menschen wollen oder können auch während des Urlaubs oder einer Dienstreise nicht auf ihr Notebook verzichten. Wenn der Laptop mit auf die Reise geht, ist er dabei den unterschiedlichsten Gefahren ausgesetzt. Diese reichen von möglichen Transportschäden über die Konfiszierung bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen bis zum Virenbefall. Was sich am besten dagegen unternehmen lässt, haben wir hier zusammengefasst.

Taschen für den sicheren Transport

Während einer kurzen Dienstreise wird das Notebook zumeist im Handgepäck untergebracht. Ein sicherer Aufbewahrungsort ist das jedoch nicht für das Gerät. Denn die Hardware reagiert zum Teil sehr empfindlich, wenn das Laptop bei jedem Schritt geschüttelt und gerüttelt wird. Zusätzlich besteht auch noch die Gefahr, dass die Oberfläche ein paar unschöne Kratzer abbekommt. Die sind zwar nicht funktionsbedrohlich, aber dennoch kein schöner Anblick.

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Passieren kann zwar immer etwas. Wer sich jedoch an ein paar grundsätzliche Tipps und Tricks bei der Mitnahme seines Notebooks auf Reisen hält, ist grundsätzlich auf der sicheren Seite.

Am besten sind Laptops immer noch in einer eigens dafür konzipierten Tasche aufgehoben. Diese sind in der Regel gut gepolstert und bieten darüber hinaus auch noch genügend Platz für Zubehör wie das Ladegerät, USB-Sticks, externe Festplatten und eine Maus. Der wichtigste Faktor beim Kauf ist die Größe der Tasche. Diese sollte auf die genaue Größe des Laptops angepasst sein.

Wer neben dem Laptop auch noch Dokumente oder sonstiges Zubehör transportieren möchte, ist mit einem Laptop-Rucksack am besten beraten. Vor allem der Tragekomfort ist im Vergleich zu einer Tasche wesentlich höher.


Notebook ausschalten oder im Standby-Modus belassen?

Die sicherste Variante für den Transport ist es, das Laptop vor der Reise herunterzufahren. Denn dadurch ist gewährleistet, dass es innerhalb der Tasche zu keiner erhöhten Wärmeentwicklung mehr kommt. Darüber hinaus entlädt sich in diesem Zustand auch der Akku nicht.

Gerade bei Dienstreisen wird das Gerät jedoch auch noch am Flughafen oder im Flugzeug benötigt. In diesen Fällen kann es auch einfach im Standby-Modus belassen werden. Auch im Urlaub leistet es gerade bei Langstreckenflügen wertvolle Dienste, weil es einem die Zeit mit einem Film, einer Serie oder einem Game vertreiben kann.

Zusammengefasst: Idealerweise wird das Laptop heruntergefahren, aber auch der Standby-Modus ist mittlerweile ok.

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Sieht zwar hübsch aus, ist für die Aufbewahrung eines Notebooks allerdings nur bedingt geeignet. Besser ist es, den Laptop in einer gepolsterten Tasche in der richtigen Größe zu transportieren.

Die Sicherheitskontrolle am Flughafen

Für die Sicherheitskontrolle am Flughafen ist es jedenfalls egal, in welchem Zustand sich das Notebook befindet. Es darf auf alle Fälle im Handgepäck mitgeführt werden.

Eine Ausnahme stellen in diesem Fall nur alle Apple MacBook Pro mit 15 Zoll Bildschirmen dar, die von 2015 bis 2017 hergestellt wurden. Denn diese haben ein Problem mit dem Akku und dürfen deshalb in vielen Ländern nicht im Flugzeug mitgeführt werden.

Also einfach in den Koffer damit? Das ist im Falle des MacBooks auch verboten und von vielen Fluggesellschaften auch bei allen anderen Notebooks nicht gerne gesehen. Zwar hat jede Fluglinie hier etwas andere Vorschriften, doch grundsätzlich sollte das Laptop im Handgepäck und nicht im Trolley verstaut werden.

Schon allein, weil die Gefahr besteht, dass dieser nicht am Zielort ankommt. Denn weltweit gehen immer noch mehr als 20 Millionen Gepäckstücke bei Flügen verloren oder kommen zumindest verspätet auf dem Flughafen an. Etwas ungünstig, wenn das Laptop gleich nach der Landung für ein Meeting oder eine Präsentation benötigt wird.

Benötigt das Notebook spezielle Software für die Reise?

Streaming-Dienste wie Netflix oder Sky erkennen anhand der IP-Adresse den aktuellen Standort eines Benutzers. Innerhalb der Europäischen Union stellt das seit 2018 kein Problem mehr dar, weil die User laut einer Verordnung das Recht haben, ihre bezahlten Dienste innerhalb der gesamten EU zu verwenden. Wer seine Lieblingsserie auf Netflix in Spanien streamen möchte, braucht sich also keine allzu großen Sorgen zu machen.

Anders sieht die Situation jedoch in Übersee aus. Wer auch hier in den Genuss der Streaming-Dienste kommen möchte, kann sein Glück mit einer VPN-Verbindung versuchen. Denn mit dieser ist es möglich, den Anbietern einen anderen Standort „vorzugaukeln“. Darüber hinaus bietet ein Virtual Private Network aber noch zahlreiche andere Vorteile:

  • Die Online-Aktivitäten können so verschlüsselt werden, dass niemand die Daten tracken oder stehlen kann.
  • Malware und Werbung können blockiert werden.
  • Aufenthalte in wenig vertrauensvollen WLAN-Netzen werden dadurch wesentlich sicherer.
  • Das eigene E-Mail-Konto kann besser geschützt werden.

Wichtig dabei ist allerdings, auf einen Anbieter zu setzen, der eine VPN-Verbindung in höchster Qualität zur Verfügung stellt. Das bedeutet, dass auch die Server auf wichtige Faktoren wie Sicherheit und Geschwindigkeit optimiert sein sollten.

Während der Reise sollte auf dem Notebook eine Antivirus- sowie eine Antispy-Software installiert und auch im Hintergrund aktiv sein. Darüber hinaus sollte die Firewall aktiviert werden, um unerwünschte Verbindungen zu blockieren.

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Idealerweise wird das Notebook im Handgepäck transportiert. Bei vielen Fluglinien ist das sogar so vorgegeben.

Die Identität des Notebooks festhalten

Jeder Laptop lässt sich dank der Seriennummer auf dem Gerät eindeutig identifizieren. Das ist aber nur dann möglich, wenn diese Nummer auch bekannt ist. Wenn das Notebook nicht mehr aufgefunden werden kann, beziehungsweise beim Gepäcktransport verloren ging oder während der Reise gestohlen wurde, ist auch eine Identifikation nicht mehr möglich.

Zumindest dann nicht, wenn im Vorfeld keine Fotos davon angefertigt wurden. Deshalb empfiehlt es sich, das Gerät einmal im offenen und einmal im geschlossenen Zustand zu fotografieren und bei einer weiteren Aufnahme die Seriennummer auf der Unterseite des Notebooks abzulichten. Die Chance, dass der Laptop nach einem Verlust oder Diebstahl wieder aufgefunden wird, erhöht sich dadurch um ein Vielfaches.

Passwörter und Zugangscodes sollten hingegen immer getrennt vom Notebook beziehungsweise der Transporttasche aufbewahrt werden. Denn ansonsten ist im schlimmsten Fall nicht nur die Hardware weg, sondern Diebe haben darüber hinaus auch noch uneingeschränkten Zugriff auf sensible Daten wie beispielsweise heikle geschäftliche Unterlagen oder Informationen über die eigene Familie und Freunde.

Am sichersten sind Zugangsdaten in einem Passwort-Manager aufgehoben. Zu den bekanntesten Anbietern gehören hier beispielsweise 1Password, LastPass, Bitwarden sowie Avira.

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