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Vom ersten Webserver bis zu Hochleistungsrechenzentren

Die Technologien und Möglichkeiten zur Realisierung von Webanwendungen und Webserver entwickeln sich rasant weiter. Nehmen wir uns einen Moment Zeit, einen Blick zurück zu werfen: Der erste Server des WWW – ein Computer, der als Speicherort für über das Netz abrufbare Websites dient – wurde 1991 am Genfer See aufgestellt. Er gehörte Tim Berners-Lee, dem Gründer des World Wide Web.

Der Rechner sah anders aus als die Geräte, die wir heute kennen – die wir teils nur noch virtuell verwenden und gar nicht mehr als Hardware zu sehen bekommen. Immer häufiger werden Server zum Mieten bereitgestellt, zum Beispiel vom Hosting-Anbieter 1&1. Der Kunde wählt die Serverleistung nach Bedarf aus – bei einigen Angeboten lassen sich Änderungen flexibel vornehmen. Die Hardware befindet sich in vielfach gesicherten Rechenzentren.

Erster Webserver des World Wide Web

Der erste Webserver bestand aus dem Rechner “NeXT”, der im Teilchenforschungszentrum CERN untergebracht war. Die erste Webseite, die auf diesem Server gehostet wurde, gehörte ebenfalls zum CERN; sie enthielt einige Informationen über das World Wide Web. Das CERN hat sich bemüht, diese erste Seite des World Wide Web wieder bereitzustellen. Sie kann heute über die URL http://info.cern.ch/hypertext/WWW/TheProject.html abgerufen werden. Die damalige Mathematikstudentin Nicola Pellow programmierte den Browser “Line Mode”, den ersten, der für alle bekannten Betriebssysteme geeignet war und ab seinem Launch im Jahr 1992 fürs Surfen im Internet genutzt werden konnte. Der Browser fungiert als Client für den Server, also als Software des Kunden. Er ist der Empfänger, an den der Server die angeforderten Daten schickt.

Die heutigen Webserver

In seiner heutigen Verwendung kann mit dem Begriff “Webserver” sowohl die Webserver-Software gemeint sein –  als auch der Computer, auf dem diese Software installiert ist. Der Computer, also die Hardware, muss im Unterschied zum Heimrechner nicht mit Monitor, Tastatur oder Maus ausgestattet sein, da er über das Netzwerk angesteuert wird. Oft wird deshalb auf Grafikadapter sowie Audio- und USB-Interfaces verzichtet.


Mit der zunehmenden Verbreitung des Internets sind auch die Anforderungen an die (Web-)Server gestiegen., viele Firmen nutzen inzwischen eigene Unternehmens-Server. Die Festplatten sind nach dem RAID-Prinzip eingebaut, sodass eine ausgefallene Festplatte bei laufendem Betrieb gegen eine neue ausgetauscht werden kann.

RAID steht für “Redundant Array of Independent Disks” und bedeutet, dass die physischen Festplatten in einem Festplattenverbund zusammengefasst sind, dem Disk Array. Das Betriebssystem erfasst ihn als ein einziges, virtuelles Laufwerk. Die Redundanz der Festplatten gewährleistet eine optimierte Ausfallsicherung und Datenverfügbarkeit. Auch die Netzteile sind redundant. Der Arbeitsspeicher ist so ausgelegt, dass natürliche Hintergrundstrahlung, die die gespeicherten Daten verfälschen könnte, durch einen Error Correction Code (ECC) korrigiert wird.

Stromverbrauch der heutigen Server

Einst bestand das World Wide Web, das mit dem NeXT-Rechner von Tim Berners-Lee begann, aus wenigen über ein Netzwerk verbundenen Rechnern, die für den wissenschaftlichen Austausch zwischen Universitäten vorgesehen waren. Heute ist das WWW fast allgegenwärtig und entsprechend hat auch der Bedarf an Servern zugenommen.

So betrug der Stromverbrauch der Server im Jahr 2010 schätzungsweise bereits “2,5 Prozent des gesamten US-amerikanischen Energieverbrauchs”, wie das Infotip-Kompendium konstatiert. Der allererste Webserver befindet sich übrigens immer noch im CERN am Genfer See.

18. April 2018

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