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Backup einer Webseite erstellen

Wer eine Webseite betreibt, muss regelmäßig ein Backup machen. Das ist Teil der Wartungsarbeiten, die mit der Pflege einer Webseite verbunden sind. Bei dem Backup einer Webseite wird eine Sicherheitskopie von den Dateien und Datenbanken extern abgespeichert.

Viele Hoster erstellen zwar automatisch ein Backup, das Wiedereinspielen der Daten ist aber mitunter kostenpflichtig. Eine weitere Backup-Lösung verspricht hier mehr Handlungssicherheit, etwa wenn es aufgrund eines Serverausfalls oder eines Hackerangriffs zum Datenverlust kommt oder ein Umzug der Webseite von einem Server auf einen anderen ansteht.

Zwei Stufen des Backups

Bei Webseiten, die auf einem Content-Management-System wie beispielsweise WordPress basieren, wird ein Backup meist vor Aktualisierungen oder Neu- bzw. De-Installationen von Erweiterungen empfohlen.

Eine anlassbezogene Datensicherung reicht jedoch nicht aus, wenn eine Webpräsenz wiederhergestellt werden muss. Eine regelmäßige Datensicherung rettet die Originaldaten, die benötigt werden, um eine Webseite nach einem Ausfall schnellstmöglich wieder online zu stellen.


Das Backup erfolgt in der Regel in zwei Stufen: Zunächst werden alle Dateien gesichert, die sich im Webspeicherplatz befinden, danach wird das Herzstück einer Internetseite – die Datenbank – gesichert. Der Sicherungsvorgang kann dabei automatisiert über die Backup-Plugins eines jeweiligen CMS laufen oder über das Administrationsinterface des Webhosting-Anbieters. Für manuelle Backups kann man ein FTP-Programm und beispielsweise phpMyAdmin oder mysqlDumper für die Datenbank nutzen.

Website Backup Cloud

Sicherungs-Medium wählen

Viele Webseiten-Betreiber sind dazu übergegangen, das Backup einer Webseite online in einer Cloud zu hinterlegen. Das ist jedoch nicht die sicherste Methode, unter anderem, weil auch durch Ausfälle des Cloud-Anbieters ein Backup verloren gehen kann. Von jedem Online-Backup müsste demnach noch einmal eine Sicherheitskopie auf einem anderen Medium angefertigt werden. Für die Webseitensicherung bringt eine Cloud zudem oft nicht ausreichend Speicherplatz mit.

Eine zentrale Datensicherung auf einem Server in einem außenstehenden Rechenzentrum bietet sich eher an, wenn es sich um ein großes Webprojekt handelt. Einen sogenannten Backup-Server, auf dem der komplette Inhalt des Webspaces gespeichert wird, kann man sich beim Webhoster buchen.

Bei Strato erhält man mit der Buchung eines virtuellen Server zugleich Zugriff auf Features für die Datenwiederherstellung. Die Nutzung eines Backup-Servers ist vor allem bei kommerziellen Webseiten wie beispielsweise Unternehmens- oder Shop-Webseiten ideal.

Bei privaten Webseiten kann die lokale Datensicherung auf einem USB-Stick, auf dem eigenen AVM-Router, einem extra eingerichteten Backup-Rechner, einer SSD Festplatte oder einem NAS-System ausreichen.

Art der Backups festlegen

Bei der Webseitensicherung ist wie bei einer normalen Datensicherung darauf zu achten, welcher Art diese sein soll. Im Wesentlichen zu unterscheiden sind:

  • Inkrementelles Backup: Es werden ausschließlich die Dateien gesichert, die seit der letzten Sicherung neu hinzugekommen sind oder geändert wurden. Für die Rücksicherung auf einem Speichermedium werden Vollbackup und alle inkrementellen Backups benötigt.
  • Differenzielles Backup: Es werden alle Dateien gesichert, die seit dem letzten Vollbackup geändert wurden oder neu hinzugekommen sind. Für die Rücksicherungen auf einem Speichermedium ist das Vollbackup und das letzte differenzielle Backup erforderlich.

Bei einem Backup ist immer erst eine komplette Sicherung durchzuführen, damit beide Strategien genutzt werden können. Die Wahl hängt letztlich von den Speicherstrategien ab, die man einsetzen möchte.

Um die Webseite für den Fall eines Angriffs auf den Webserver selbst abzusichern, kann man eine redundante Datensicherung vornehmen. Eine Option ist es, bei einem anderen Webhoster einen zweiten Webspace zu mieten, der allein zum Duplizieren einer Webseite genutzt wird. Dabei sollte allerdings sichergestellt sein, dass man keinen Anbieter wählt, dessen Server in demselben Rechenzentrum untergebracht sind.

23. März 2015

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