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Worauf Sie bei neuen DSL-Verträgen achten sollten

Im Lieblings-Onlineshop schnell eine neue Jacke bestellen, der besten Freundin eine E-Mail schicken und nebenbei Fotos bei Facebook einstellen – mit einer schnellen und zuverlässigen Internetverbindung ist das kein Problem. Allerdings kann der DSL-Vertrag ohne einen DSL-Vergleich schnell ins Geld gehen. Obgleich zahlreiche Anbieter günstiges Telefonieren und schnelles Internet anbieten, schrecken Nutzer vor einem Vertragswechsel zurück.

Der Grund: Sie fürchten einen kompletten Internetausfall. Auch der Verlust der bisherigen Rufnummer bereitet ihnen Bauchschmerzen. Damit der Anbieterwechsel für Sie nicht in einem Fiasko endet, gilt es wichtige Punkte beim neuen DSL-Vertrag zu beachten.

Keine Angst vor dem DSL-Vertragswechsel

Eine neue DSL-Leitung, eine höhere Übertragungsrate – die Vorfreude auf schnelleres Internet ist oftmals nicht zu bremsen. Doch was tun, wenn das böse Erwachen folgt? Bauen sich Websites nicht auf und bleibt das digitale Postfach leer, kann ein kompletter Internetausfall die Ursache sein. Für deutsche Haushalte stellt dies ein Horrorszenario dar. Aus dem Grund verzichten die Nutzer auf einen Anbieterwechsel, selbst wenn bei anderen Unternehmen günstigere Konditionen winken. Entscheiden sich die Sie sich für einen seriösen DSL-Anbieter inklusive Vertragswechselservice, brauchen Sie diese Nachteile nicht zu befürchten.

Bevor Sie ihren bestehenden Vertrag kündigen sollten Sie die Vertragsbedingungen aufmerksam studieren. Ein Blick auf die Kündigungsfrist lohnt sich, um rechtzeitig aus der Vertragsbindung aussteigen zu können. Wer den Stichtag verpasst, muss sich ein weiteres Jahr über unnötig hohe Kosten oder eine langsame Internetverbindung ärgern. Im Normalfall gelten Handy-, Telefon- und DSL-Verträge für 24 Monate. In dem Fall beträgt die Kündigungsfrist drei Monate.


Vor dem Abschluss eines neuen DSL-Vertrags empfiehlt es sich ebenfalls, sich über die Qualitätsmerkmale der verschiedenen Anbieter zu informieren. Im Jahr 2018 hielten sich diese drei Unternehmen an der Spitze der Beliebtheitsskala:

  • T-Online / Telekom
  • Vodafone
  • 1&1

Laut einer Umfrage nutzen 25 Prozent der Befragten die Telekom beim Zugang ins Internet als Access-Provider. Wer über einen Anbieterwechsel nachdenkt, scheut oftmals vor dem vermeintlichen Zeitaufwand zurück. Diesen ersparen sich die Internetnutzer, indem sie sich für einen Wechselservice entscheiden. Sie beauftragen den neuen Versorger bei Vertragsabschluss mit der Kündigung des vorherigen DSL-Anbieters. In der Folge können sich die Internetanbieter direkt über den Anschlusswechsel verständigen. Damit der Wechsel reibungslos vonstattengehen kann, empfiehlt es sich, einen Zeitpuffer einzuplanen. Vorzugsweise schließen Sie den neuen DSL-Vertrag mehrere Wochen vor dem Ende der Kündigungsfrist beim alten Anbieter ab.

Beim DSL-Anbieterwechsel ist Konzentration gefragt

Den DSL-Vertrag sollten Sie nicht zwischen Tür und Angel kündigen. Vorwiegend beim Ausfüllen des Auftragsformulars können gravierende Fehler entstehen. Neben den persönlichen Angaben erhält die Kündigungsfrist des alten Vertrags einen hohen Stellenwert. Geben Sie diese an, sollten Sie sich keinen Zahlendreher erlauben. Damit keine Probleme bei der Auftragsbearbeitung drohen, nehmen Sie sich für den Vertragsabschluss ausreichend Zeit.

Des Weiteren gilt es die Kosten im Auge zu behalten. Ist der neue Anbieter inklusive wichtiger Serviceleistungen günstiger als der Vorherige? Kommen nach einem Jahr Aufpreise oder Zusatzkosten auf Sie zu. Vorwiegend Rabatt-Aktionen der DSL-Anbieter können zum vorschnellen Handeln verleiten. Daher gilt es: Lesen Sie sich die Vertragsbedingungen aufmerksam durch. Wer blindlings unterschreibt, riskiert in eine Kostenfalle zu tappen.

Übrigens: Personen mit einem negativen Schufa-Eintrag werden von einigen DSL-Anbietern als Kunden abgelehnt. Der Grund: Die Unternehmen befürchten einen Kostenausfall. Eine Alternative stellen Anbieter ohne Schufa-Abfrage dar. Noch sinnvoller ist es den eigenen Schufa-Score zu verbessern.

Keine Angst vor dem Internetausfall: Anbieter dürfen ihre Leitungen nicht einfach kappen

Der Grund, warum einige Nutzer auf einen Anbieterwechsel verzichten, besteht in der Angst vor dem Netzausfall. Jedoch braucht sich niemand davor fürchten, dass das Internet von heute auf morgen ausfällt. Das Telekommunikationsgesetz aus dem Jahr 2012 verbietet es den bisherigen DSL-Anbietern, nach Ablauf der Vertragslaufzeit die Internetleitung einzustellen. Selbst dann nicht, wenn bereits ein Anbieterwechsel in die Wege geleitet wurde. Dementsprechend ist Ihr bisheriger Versorger verpflichtet, Ihnen die Internetverbindung bis zur Klärung aller vertraglichen und technischen Details für den Wechsel zur Verfügung zu stellen.

Lediglich am Tag der Umstellung lässt sich eine Unterbrechung nicht vermeiden. Laut Gesetz darf diese eine Dauer von einem Kalendertag nicht überschreiten. Gelingt die Umschaltung nicht zum angekündigten Termin, muss der bisherige DSL-Anbieter die Versorgungslücke schließen. Diesen Dienst können Sie bis zum nächstmöglichen Umschalttermin in Anspruch nehmen. Versorgt der alte Anbieter Sie weiterhin, zahlen Sie für die Zeit, die über die Vertragslaufzeit hinausgeht, die Hälfte der ursprünglichen Grundkosten. Den neuen DSL-Versorger brauchen Sie erst zu entlohnen, wenn der DSL-Wechsel erfolgreich abgeschlossen ist.

Wichtig beim neuen DSL-Vertrag: Schätzen Sie Ihr Surf-Verhalten realistisch ein

Beim Anbieterwechsel stellt sich oftmals die Frage: Wer braucht wie viel Speed? Versuchen Sie, Ihr voraussichtliches Surf-Verhalten realistisch einzuschätzen und informieren Sie sich über die erreichbare Bandbreite am Anschluss in Ihren vier Wänden. Eine hohe Netzgeschwindigkeit bringt Ihnen wenig, wenn die Gigabyte nicht in Ihrer Wohnung ankommen. Die Mehrzahl der Versorger lockt mit DSL-Flatrates. Dagegen werden Volumen- und Zeittarife kaum noch angeboten.

Um eine unnötige finanzielle Belastung zu vermeiden, sollten Sie einen Tarif mit einer personalisierten Übertragungsgeschwindigkeit buchen. Teilweise garantieren Ihnen die DSL-Anbieter eine Mindest-Bandbreite. Lässt diese sich nicht realisieren, verzichten sie auf einen Vertragsabschluss. Übrigens: Welche Geschwindigkeit für Sie in Frage kommt hängt von den genutzten Internetdiensten ab. Um nur E-Mails zu checken oder im Netz zu surfen, reicht grundsätzlich ein DSL-2000-Anschluss. Laufen mehrere Anwendungen gleichzeitig oder sind Sie passionierter Gamer, steigt der Bedarf an Bandbreite.

5. August 2019

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